Die Examensvorbereitung sollte natürlich jeder davon
abhängig machen, wie seine persönlichen Fähigkeiten und Neigungen sind.
Zum einen die Entscheidung, Repetitor ja oder nein, und wenn
Repetitor, bitte welcher ?
Ich denke das man nur dann auf den Repetitor verzichten kann
und sollte, wenn man viel Disziplin hat und so gut ist, das man im bisherigen
Studium durch wirkliches Eigenstudium immer zu guten Ergebnissen (Klausuren
und Hausarbeiten) gelangt ist, und den Stoff "vermeintlich"
verstanden hat.
Ich werde auch zum 2. Staatsexamen nicht auf den Repetitor
verzichten, da der relevante Stoff beim Repetitor meistens gut bekannt ist oder
sein sollte, man mit den herausgegebenen Unterlagen eine Lerngrundlage hat.
Zudem kann auch für den Unirep entscheiden. Ich habe mich trotz der Kosten für
Alpmann als kommerziellen
Repetitor entschieden, weil es dort fertige Unterlagen gab, und ich nicht
alleine auf meine eigenes Mitschreiben verlassen musste. Zum anderen schien es
mir, dass man bei Alpmann gerade die bisherigen Examensklausuren und zu
erwartenden Themen berücksichtigt.
Nächster Punkt: Private AG?
Also wir haben im wesentlichen einmal in der Woche mit vier
Leuten getroffen und Fälle gemeinsam gelöst, die einer vorbereitet hat. Wie
effektiv das war, lässt sich schwerlich beurteilen. Den Fall für die AG
vorzubereiten hatte dabei aber wohl den größten Lerneffekt.
Für das zweite Examen habe ich mir keine private AG gesucht.
Das hauptsächlich aus einem bestimmten Grund. Ich müsste einmal wöchentlich
zusätzlich nach Münster fahren, da dort fast alle anderen Referendare
wohnen. Das bedeutet 1,5 bis 2 Stunden Fahrtzeit für eine AG, zusätzlich zu
der offiziellen Referendar AG und dem Repetitor. Dafür lohnt sich für mich
persönlich der Aufwand nicht, denn ich kann auch für mich lernen. Diese
Erfahrung habe ich jedenfalls vor dem 1. Examen gemacht, nachdem zwei von uns
ihre Klausuren hinter sich hatten, und die AG quasi zu Ende war.
Zum
Üben von Aktenvorträgen fürs Examen hätte die AG wohl eine gute
Möglichkeit geboten, aber im ersten Examen war die mündliche Prüfung auch
ein Sprung ins kalte Wasser.
Man sollte sich nur einen Plan machen, wann man welchen
Stoff lernt, bzw. wiederholt. An den sollte man sich am besten auch halten. Nur
sollte man ihn nicht zu voll machen, denn sonst ist man ständig frustriert.
Guter Tipp: Zum wiederholen des Stoffes sind die Memo-Checks
von Alpmann für den PC sehr gut. Man merkt auch schnell, was man doch noch
nicht verstanden hat, und kann das noch mal vertiefen.
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Fazit: |
Jeder sollte sich überlegen,
wie, wo und mit wem er am besten lernen kann, und sollte das
entsprechend umsetzen! |